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Interview Wolfgang Bischofberger: GIS-Anwendungsbetreuer der Stadt Sigmaringen

Wir freuen uns die Stadt Sigamringen als neuen GIS-Kunde begrüßen zu dürfen. Erfahren Sie in einem persönlichen Interview mit GIS-Anwendungsbetreuer Wolfgang Bischofberger was die Stadt dazu gebracht hat das RIWA GIS powered by Fassnacht Ingenieure einzuführen.

21. Oktober 2026
Julius Fassnacht
Geschäftsführung

Wir freuen uns die Stadt Sigamringen als neuen GIS-Kunde begrüßen zu dürfen. Erfahren Sie in einem persönlichen Interview mit GIS-Anwendungsbetreuer Wolfgang Bischofberger was die Stadt dazu gebracht hat das RIWA GIS powered by Fassnacht Ingenieure einzuführen.

 

Was waren die entscheidenden Punkte bei Ihrer GIS-Suche?

Es gab zwei Hauptgründe für die Entscheidung, ein neues Geographisches Informationssystem für die Stadt Sigmaringen anzuschaffen.

Zum einen hatten wir hinsichtlich unserer GIS-Daten bzw. Daten mit räumlichem Bezug eine sehr inhomogene Umgebung. Historisch bedingt war diese von etlichen Insellösungen geprägt. Teilweise lagen die Daten auf Systemen außerhalb des städtischen Netzwerks – wie beispielsweise beim externen Ingenieurbüro. Dadurch hatten die Kolleginnen und Kollegen keinen direkten Zugriff auf unsere eigenen Datenbestände. Weiterhin gab es Daten, die zwar einen räumlichen Bezug hatten, aber nur in Listenform geführt wurden; ihnen fehlte die notwendige geographische Verortung im GIS.

Zum anderen hatten wir eine geographische Auskunftslösung im Einsatz, mit der wir die Bestände dieser Insellösungen innerhalb der Stadtverwaltung bereitgestellt haben. Dieses Auskunftssystem war mittlerweile in die Jahre gekommen und wurde unseren Anforderungen zuletzt nicht mehr gerecht.

Diese Defizite gaben den Anstoß für das Projekt zur Beschaffung eines neuen GIS für die Stadt Sigmaringen.

 

Wie kam es zur Systementscheidung für RIWA-GIS?

Die Vergabe zur Systembeschaffung, sowie der Dienstleistung zur Datenmigration erfolgte im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung.

In der dazugehörigen Leistungsbeschreibung lagen die Schwerpunkte bei den Systemanforderungen vor allem in einer modernen, in die Zukunft gerichteten Systemarchitektur. Die Datenbereitstellung sollte nicht nur hausintern, innerhalb des städtischen Netzwerks erfolgen, sondern darüber hinaus auch über mobile Apps, sowie Standardbrowser möglich sein. Die Verwendung von Standarddatenbanken, sowie ein modularer Systemaufbau waren Vorgabe. Weiterhin wurde auf die Verfügbarkeit weiterer kommunaler Module und Fachschalen großen Wert gelegt.
Im Bereich der Dienstleistung war die möglichst verlustfreie Datenmigration Zielsetzung.

Fassnacht Ingenieure hat mit ihrem Angebot dabei die Anforderungen des Leistungsverzeichnisses mit deutlichem Vorsprung zu den Mitbewerbern erfüllt und erhielt somit den Auftrag für deren RIWA-GIS, sowie zur Migration der bestehenden GIS-Daten aus den Altsystemen.

 

Wie waren Sie mit der Migration zufrieden? Was war dabei für Sie wichtig?

Die Migration der Altdaten war eine sehr herausfordernde Aufgabe, insbesondere für die Sparten Kanal und Beleuchtung. Für diese beiden Bereiche lagen die Altdaten in jeweils zwei unterschiedlichen Quellsystemen vor. Somit galt es, die jeweiligen Objekte aus den zwei Quellsystemen zunächst mit den entsprechenden Sachdateninformationen zusammenzuführen und danach in die RIWA-Objektstruktur zu migrieren.
Wir waren positiv überrascht, wie schnell sich Herr Braun (Fassnacht Ingenieure) in die Datenmodelle der ihm fremden Quellsysteme eingearbeitet hat. Mittels FME konnte er sämtliche Daten nahezu verlustfrei nach RIWA migrieren.
Auf Grund der Komplexität dieser Migration hatten wir im Vorfeld mit deutlich größeren Aufwänden für unsere eigene Zuarbeit gerechnet.

 

Wie sehen Sie die Zukunft mit dem RIWA-GIS? Was wollen Sie kurzfristig, mittelfristig und langfristig umsetzen?

Wir planen RIWA zukünftig als zentrales Werkzeug für die Erfassung und Bereitstellung von kommunalen Daten mit räumlichem Bezug in unserer Stadtverwaltung einzusetzen.
Im Moment führen wir die Module Verkehr sowie Grünflächen ein und haben mit der Stammdatenerfassung begonnen. Für das kommende Jahr planen wir die Übernahme der vorhandenen Bestandsdaten unseres alten Baumkatasters, das vom bisherigen Hersteller nicht mehr unterstützt wird. Beim RIWA-Modul Baumkataster und weiteren Bauhof-Modulen schätzen wir besonders die Möglichkeit, über Mobilgeräte direkt im Feld auf die Datenbestände zugreifen und diese bearbeiten zu können.
Langfristig planen wir ausgewählte Datenbestände über ein Bürger-GIS zu veröffentlichen. Die digitale Bereitstellung unserer B-Pläne, F-Plan und Bodenrichtwertkarten sehen wir als sinnvolle und zeitgemäße Ergänzung unseres Serviceangebots an unsere Bürger.

 

Vielen Dank an Wolfgang Bischofberger für das Interview!

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