Rückblick Impulsvortrag Starkregen
Am 19. März 2026 fand bei HTI Zehnter in Bad Wurzach eine Fachveranstaltung zum Thema Regenwassermanagement statt.
Im Rahmen des Veranstaltungprogramms gab Julius Fassnacht eine Einführung zu planerischen Herausforderungen beim Thema Schutz vor Starkregen. Darüber hinaus gab es spannende Fachvorträge zu Blau-Grüner Infrastruktur, rechtlichen Rahmenbedingungen, modernen Bewirtschaftungskonzepten sowie eine Praxisvorstellung mit Lagerbesichtigung. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion, in der aktuelle und zukünftige Herausforderungen im Regenwassermanagement gemeinsam beleuchtet wurden.
Schwammstadt als Lösung?
Das zentrale Thema des Impulsvotrag war „Schwammstadt“
Das Schwammstadt-Konzept ist ein moderner Ansatz der Stadtplanung, bei dem Städte so gestaltet werden, dass sie Regenwasser „aufsaugen“, speichern und langsam abgeben – ähnlich wie ein Schwamm. Damit wird Überschwemmungen bei Starkregen vorgebeugt, die Grundwasserbildung gefördert und das Stadtklima verbessert.
Typische Maßnahmen einer Schwammstadt sind:
- Gründächer und begrünte Fassaden (speichern und verdunsten Regenwasser)
- Entsiegelte Flächen (wie grüne Wege und Plätze, durchlässige Pflastersteine),
- Parkanlagen und Mulden (nehmen überschüssiges Wasser auf),
- Regenwasserspeicher (Zisternen und Rückhaltebecken).
Durch diese Elemente wird Wasser im städtischen Raum zurückgehalten und statt schnell abgeleitet, langsam in den Boden abgegeben. Das schützt besser vor Starkregenfolgen und steigert die Lebensqualität in der Stadt.
Fazit
- Wir werden mit mehr und gefährlicheren Starkregenereignissen rechnen müssen, mittlerweile gibt es hierzu Berechnungsmethoden.
- Ober- und unterirdischer Rückhalt in Siedlungsgebieten ist vor allem in urbanen Räumen sinnvoll, eine signifikante Schutzwirkung wird jedoch nur bei einer „kritischen Masse„ erreicht. Hierzu könnten großräumige, strategische Planungen eine Unterstützung sein.
- Maßnahmen im Außengebiet und sogenannter Objektschutz bleiben unerlässlich